Fett ist nicht gleich Fett

ever.kitchen 25. Juni 2019

Der Mythos vom „bösen Fett“ hält sich leider sehr hartnäckig. Das Fett soll schuld sein, an so vielen Zivilisationskrankheiten und Übergewicht. Es steht zweifelsfrei fest, dass viele Erkrankungen ernährungsbedingt, durch eine zu hohe Kalorien- und Fettzufuhr, begünstigt wurden. Doch genau an diesem Punkt ist eine wesentliche Unterscheidung notwendig: Fett ist nicht gleich Fett und kann daher auch nicht pauschal als Figur-Feind und Krankmacher verteufelt werden.

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Entscheidend ist also vor allem die Fettqualität, das bedeutet, die konkrete Zusammensetzung des Fettes. Zu diesem Ergebnis sind auch zahlreiche wissenschaftliche Forschungsstudien gekommen. Einige fettreiche tierische Lebensmittel wie beispielsweise Lachs oder Hering sind aufgrund ihrer Fettsäuren-Zusammensetzung sogar äußerst bedeutsam für das Herz und die Gefäße. Auch bestimmte Öle wie zum Beispiel natives Olivenöl sind sehr wertvoll für den menschlichen Körper.

Es wäre also falsch, Fette radikal zu meiden oder die Fettzufuhr drastisch zu reduzieren. Fette sind unentbehrlich für den Organismus: Sowohl für die Verwertung fettlöslicher Vitamine als auch für die Balance der Blutfettwerte.

Anstatt des drastischen Verzichts ist also vielmehr die Art der Fette entscheidend wichtig.

Fett – Figur-Feind oder Freund?

Bei einer ketogenen Ernährung oder einer Low Carb Ernährung ist Fett nicht dein Feind, sondern dein Freund. Vor allem bei Keto soll Fett zur Hauptenergiequelle für den Körper werden. Fett ist nicht nur ein Geschmacksträger, sondern auch ein unverzichtbarer Motor für eine gute Ketose. Zudem hat Fett keinerlei Auswirkungen auf deinen Insulinspiegel. Das ist besonders beim Abnehmen besonders wichtig, denn durch einen stabilen Blutzuckerspiegel vermeidest du auch Heißhungerattacken.

Unser Tipp zum Merken:

Fühl dich satter.

Echter alternativer Energielieferant und Treibstoff.

Triggert Ketone.

Treuer Freund im Rahmen eines erfolgreichen Abnehm-Programms.

Fett – dein konzentriertes Energiepaket

Zu allen Zeiten wurden hochwertige Fette hochgeschätzt. Fett ist ein hochkonzentrierter Energieträger, der in Mangelzeiten für frühere Generationen das Überleben sicherte. Bereits die Steinzeitmenschen wussten, dass Nüsse besonders viel wertvolle Energie enthalten, die sie auf ihrer tagelangen Suche nach Nahrung auch dringend benötigten.

In keinem anderen Makronährstoff liegt die Energie so dicht gebündelt vor wie in Fett.

Neun Kalorien hat ein Gramm Fett und damit rund doppelt so viel wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten oder Proteinen. Dem Menschen heute scheint jedoch genau diese Fetteigenschaft jedoch zum „Verhängnis“ zu werden: Zu viele falsche Fette, kombiniert mit einem übermäßigen Zuckerkonsum führen eindeutig zu Übergewicht.

Ein zu hohes Körpergewicht ist wiederum ab einem bestimmten Punkt ein gefährlicher Wegbereiter für diverse Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Venenleiden oder sogar Krebs.

Unser Körper braucht Fett!

Fett ist für den menschlichen Körper nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern auch:

  • ein Lieferant essenzieller Fettsäuren: Diese Fettsäuren sind ein zentraler Baustein von verschiedenen Gewebshormonen, die bei Blutgerinnungs-, Entzündungs- und Immunabwehrprozessen eine grundlegend wichtige Rolle spielen. Auch die Nervenzellen unseres Körpers brauchen dringend bestimmte Fettsäuren.
  • als Träger der fettlöslichen Vitamine: Unser Körper braucht bestimmte Fettsäuren dringend, um die Vitamine A, D, E und K für sich verwerten zu können.
  • als Baumaterial für die Zellen
  • als „Wärmedämmung“ und Schutz der inneren Körperorgane.

Fette beeinflussen maßgeblich die Blutfettwerte

Wer einen zu hohen Cholesterinspiegel oder massive Schwankungen in den Blutfettwerten hat, muss unbedingt auf die täglich zugeführten Nahrungsfette achten.

Neueste wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass:

  • Eine Ernährungsweise, die besonders reich an einfach ungesättigten Fettsäuren ist, zu einer Verschlechterung des Gesamtcholesterinspiegels führen kann. Besonders das schlechte LDL-Cholesterin kann dadurch ansteigen. Der Wert des guten HDL-Cholesterins bleibt von diesen einfach ungesättigten Fettsäuren allerdings unbeeinflusst.
  • Gesättigte Fettsäuren bewirken hingegen mit Abstand die stärkste Erhöhung des Cholesterins im Blut.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie beispielsweise Linolsäure ist sehr wichtig, um die Blutwerte im Gleichgewicht zu halten. Allerdings sollten auch hierfür keine übermäßigen Mengen aufgenommen werden.
  • Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren äußerst wichtig. Das kann das Entstehungsrisiko für diverse Herz- und Krebserkrankungen signifikant senken.

Fett ist so wichtig, warum verlangt der Körper dennoch nach Zucker?

Zucker hat auf jeden Fall einen gewissen Suchtfaktor und war bis vor 100 Jahren sogar so etwas wie ein Mangelprodukt. Im Grunde sind unsere Körperzellen fettoptimiert – daran hat sich auch in Tausenden von Jahren nichts geändert. Die kleinen Kraftwerke unserer Zellen, die sogenannten Mitochondrien, arbeiten unter einer fettreichen Ernährung wesentlich effektiver. Sie sind deutlich besser im Stande, schädliche Radikale abzuwehren.

Achte besonders bei wertvollen Ölen auf eine hohe Qualität. Nicht nur beim Kauf, sondern auch bei der Zubereitung musst du zudem achtsam vorgehen: Nicht jedes Öl lässt sich bis zur gleichen Temperatur erhitzen. Grundsätzlich gilt das Motto, dass Fette und Öle nicht zu hoch erhitzt werden sollten. Zudem solltest du Öle immer kühl und an einem dunklen Ort lagern.

Ganz schön viel, worauf es zu achten gilt? Kein Problem, hier helfen wir dir von ever.kitchen professionell weiter: Wir kaufen alle Zutaten frisch ein und bereiten alle Mahlzeiten so, dass dein Körper mit allen essenziellen Nährstoffen in der passenden Menge versorgt wird.

Vom Einkauf, über die richtige Lagerung bis hin zur schonenden Zubereitung: Wir versorgen dich mit hochwertigen Mahlzeiten und maximalem Genuss!

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Vorsicht – gemeine Fettfallen

Wie bereits erwähnt, kommt es vor allem auf die Qualität der zugeführten Nahrungsfette an. Bei vielen Lebensmitteln lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, denn häufig lauern versteckte Fallen. Croissants, Pommes oder fettige Chips: Industriell verarbeite Knabbereien und Backwaren haben mit frittierten Lebensmitteln eine große Gemeinsamkeit: Sie enthalten ungesunde gehärtete Fette. Besonders schädlich sind hierbei die sogenannten Transfette, die bei der Verarbeitung der Lebensmittel entstehen: Minderwertige Pflanzenöle werden durch chemische Herstellungsprozesse in feste Fette verwandelt. Von hier leitet sich auch die Bezeichnung „gehärtete Fette“ ab. Transfette entstehen auch beim Frittieren oder Braten, wenn kalt gepresste Öle sehr stark erhitzt werden. Eine Ausnahme hiervon bildet Olivenöl.

Transfette erhöhen das schlechte LDL-Cholesterin im Blut und begünstigen Gefäßverkalkungen sowie Herzkrankheiten.

Wir bei ever.kitchen wissen genau, worauf es bei der Zubereitung der einzelnen Lebensmittel ankommt. Bei uns landen mit Sicherheit nur hochwertige und schonend verarbeitete Nahrungsmittel auf deinem Teller.

So kannst du sicher sein, dass du – ganz egal für welches Ernährungskonzept du dich auch entscheidest – mit hochwertigsten Fetten versorgt wirst.

Um dem Körper hochwertige Fette zuzuführen, sollte also auf verarbeitet Gemüseöle, gehärtete Öle Transfette und Margarine verzichtet werden. Auch Sojabohnen-Öl, Rapsöl, Traubenkern- oder Maisöl sind keine hochwertigen Fettlieferanten.

Besonders wichtig ist auch hier die Bio-Qualität.

Natives Olivenöl, Nuss-, Sesam-, Leinsamen- und Avocadoöl sind sehr wertvolle Öle. Diese Öle sollten nicht zu stark erhitzt werden. Daher sind sie beispielsweise zum Braten eher nicht geeignet.

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Wissen to Go – schlechte Fette

Sehr viele Bratöle enthalten viele ungesunde Transfettsäuren beziehungsweise mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die nicht zu einer Keto-Ernährung passen.

Wenn du dich ketogen ernähren möchtest, solltest du folgende Öle meiden:

  • Traubenkernöl
  • Sonnenblumenöl
  • Distelöl
  • Sojaöl
  • Walnussöl
  • Maiskeimöl
  • Erdnussöl
  • Sesamöl.

Tipps für den richtigen Fettverzehr

  1. Achte bei Fetten nach Möglichkeit auf eine hochwertige Bio-Qualität. Wichtig ist, wertvolle Fette frisch zu konsumieren, denn Fett kann sehr rasch ranzig werden und mögliche gesundheitliche Schäden hervorrufen.
  2. Lagere Fette und Öle immer in einer dunklen Flasche und gut geschützt vor Licht, Wärme und Luft. Damit bleibt die hohe Fettqualität erhalten.
  3. Zum Braten und Backen eignen sich besonders Öle mit ungesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Ghee, Butterschmalz, Palm- oder Kokosöl.
  4. Für die kalte Küche solltest du vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren verwenden.
  5. Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, da ein deutliches Ungleichgewicht bestimmte Erkrankungen begünstigen kann.
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